Zweistrahlinterferenz: dünne Schichten, Doppelbrechung und Polarisation ... | English version |
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Links: Seifenlamelle in einem schräg gestellten Drahtrahmen, die Licht vom
bedeckten Himmel reflektiert. Unter dem Einfluß der Schwerkraft ist
die Lamelle oben sehr dünn geworden, die Dicke nimmt nach
unten immer mehr zu. Im Bild unten sehen Sie das Ergebnis einer Rechnung. Die unter den Farbstreifen gelegte Skala gibt die optische Weglängendifferenz in nm (Nanometern) an.
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| Die Aufnahme oben wurde vor einem dunklen Hintergrund gemacht, dann kommt das ganze Licht von der Reflexion an der Lamelle. Im durchscheinenden Licht äußert sich die Zweistrahlinterferenz sehr viel schwächer, trotzdem macht sie sich bei verglasten Dias gelegentlich in Form von "Newtonschen Ringen" störend bemerkbar. Die an der Seifenlamelle reflektierten Farben fehlen im transmittierten Licht: es erscheinen die Komplementärfarben; diese sind, da die Reflexion insgesamt nicht sehr stark ist, allerdings nur zart. |
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| Ölflecken breiten sich auf regennasser Straße als dünner, schillernder Film aus. | Ein Film von Bakterien auf einer schlammigen Stelle am Rand eines Teiches |
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Die Farben sind unabhängig davon, ob die reflektierende dünne Schicht einen größeren oder einen kleineren Brechungsindex hat als das umgebende Medium. Das nebenstehende Bild zeigt dünne Risse – Luftschichten – im Eis, die mit einem Hammer erzeugt wurden. (Etwa zweifach vergrößert.) |
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| Basalt mit Olivin und Pyroxen. Bildbreite 3,3 mm. | Olivin, Bildbreite 3 mm. |
Links: Ein Acrylglaskästchen, beleuchtet mit normalem Tageslicht auf einer nicht glänzenden Unterlage – es sind keine Farberscheinungen zu beobachten.Das Streulicht vom blauen Himmel ist zum Teil polarisiert – das ersetzt das erste Polarisationsfilter, das an einer Glas- oder Kunstharzoberfläche schräg reflektierte Licht ebenfalls – das ersetzt das zweite Polarisationsfilter. Das im Spritzgußverfahren hergestellte Kästchen weist innere Spannungen auf, dies hat Doppelbrechung zur Folge.
Rechts: Im Licht vom blauen Himmel zeigt dasselbe Kästchen zarte Farben, sein Spiegelbild in der gläsernen Tischplatte erscheint sogar richtig bunt.
Doppelbrechung von Eis: Bruchstücke des dünnen Eises auf einem zugefrorenen Teich wurde so an anderer Stelle auf das Eis gelegt, daß darunter luftgefüllte Zwischenräume blieben, und mit einem Polarisationsfilter fotografiert.
Ohne das Polarisationsfilter würde sich der helle (graue) Himmel in den Platten spiegeln, aber das an der Oberseite reflektierte Licht wird durch das Filter unterdrückt. Das an der Unterseite der Eisplatten und dem darunter liegenden Eis reflektierte Licht ist ebenfalls linear polarisiert, das Eis darüber ist doppelbrechend, und so ergibt sich wieder die Situation eines doppelbrechenden Mediums zwischen zwei Polarisatoren. Die großen einzelnen Kristalle im Eis sind verschieden orientiert, daher zeigen manche Bereiche keine Farben und andere sind nur ganz schwach farbig.

Links: Quételetsche Streifen auf einem mit Stärkepulver angestaubten und mit einem Halogenstrahler beleuchteten Spiegel.Die beiden interferierenden Strahlen sind in diesem Fall: das Licht, das an einem Staubkorn auf der Glasoberfläche gestreut wird, dann in das Glas eindringt, an der (verspiegelten) Rückseite reflektiert wird und schließlich zum Beobachter gelangt, und das Licht, das zuerst ins Glas eindringt, an der Rückseite reflektiert und dann erst von dem Staubkorn zum Beobachter gestreut wird.
Rechts: Berechnete Farbenfolge für diesen Fall von Zweistrahlinterferenz; als Farbtemperatur der Lichtquelle wurde 3500 K angenommen. Die Skala gibt wieder den optischen Wegunterschied in Nanometern an.
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