%  le2.tex    Lehrer WS 99/00

%  Erstes Script-Blatt  ( Ein guter Physiklehrer ... )  

\documentclass[12pt]{article} \usepackage{german,a4}
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\input def  \def\y{$\;\!$}

\begin{document}

{\LARGE Theoretische Physik II f\"ur
              Lehramtskandidaten} \\[4mm]
\parbox[b]{9cm}{Vorlesung~: Mo 11$^{\bf st}$--12$^{45}$, Mi 14--16 
       \ im {\bf G 123} \\
\"Ubungen~: Fr 11--13 \ im {\bf G 005}} 
  \hfill {\Huge\bf WS 99/00}\\[4mm] 
Dieser einsemestrige Kurs einer Theorie speziell f\"ur 
Lehrer (LG, LBS) wurde neu eingerichtet 
(Teil I ist mit RdP II identisch) und
erm\"oglicht nun, sich von der Diplomer--Theorie zu l\"osen. 
Der Kurs ist folglich mit Haus--\"Ubungen, Klausur und
Scheinerwerbs--M\"oglichkeit ver\-se\-hen. \\[2mm]
 \under{Inhalt\y:} Gundz\"uge der speziellen
   Relativit\"atstheorie, \\ \hspace*{1.5cm} 
   der Quantenmechanik und der Statistischen Physik. \\ 
\under{Literatur\y:} Hausinterne Scripten werden
zur Verf\"ugung gestellt. \\[3mm]
\rightline{hschulz@itp.uni-hannover.de , 762--2424 , 
           42\y15\y41 , Appel~2 Zi.321}  
\vskip 5mm \hrule  \vskip 5mm

\leftskip 1cm {\small
\glqq Es ist eine reizvolle Aufgabe, Studenten des Lehramts 
in der Physik, sowie Studenten der Mathematik und anderer 
Naturwissenschaften in einem zweisemestrigen Kurs in die 
Theoreische Physik einzuf\"uhren. Da dieser Kreis nicht zur 
Anwendung der Theoretischen Physik in der Forschung oder bei 
industrieller Entwicklungsarbeit bef\"ahigt werden soll, 
entf\"allt weitgehend die Notwendigkeit, h\"ohere Rechentechniken 
und Formalismen vorzustellen. Ums so strenger gilt das Gebot, 
die unserem heutigen Verst\"andnis der Natur zugrundeliegenden 
Begriffsbildungen und Gesetzm\"a\ss igkeiten darzustellen und 
insgesamt die Grundz\"uge eines \glqq Weltbildes\grqq\ der 
Theoretischen Physik sichtbar zu machen. \\ $\phantom{a}$ \hfill
{\ft [~F.~Haake~: Einf\"uhrung in die Theor.Physik, 
Physik--Verlag, Weinheim 1982~]}}
\\[1mm] \hrule  \vskip 3mm  \leftskip 0pt

\rl{Unistoff $\;\gg\;$ Schulstoff !\y!\y!\qquad\quad}

\vskip 1mm {\small
Ein guter Physiklehrer
\begin{enumerate}
\item hatte in seinem Studium weitaus mehr Zeit f\"ur
      das Fach Physik aufgewendet als z.B. f\"ur Mathematik.
      (Wenn dies doch unbedarfte Planer ahnen w\"urden und 
       folglich gewisse weniger--wichtige Studienaktivit\"aten
       zur\"uckdr\"angten.)
\item ist daraufhin denk-- und rechentechnisch so versiert,
      da\ss\ er sich in den langen 40 Berufsjahren anhand 
      von (z.B.~neuen) Lehrb\"uchen vergn\"uglich weiterbilden 
      kann. \glqq American Journal of Physics\grqq\ ist eine
      Zeitschrift f\"ur Lehrer. Wissen l\"a\ss t sich
      gut nachholen, K\"onnen nur schwer. 
\item k\"ampft an gegen die notorische Unterrepr\"asentation
      seines Faches in den Schulen.
\item ist standfest gegen\"uber irrigen Passagen in 
      Schulb\"uchern und falls n\"otig auch gegen\"uber \"alteren
      Kollegen.
\item hat etwas zu erz\"ahlen \ --- \ wie der Linearmotor 
      den Transrapid antreibt, da\ss\ die Sache stimmt mit 
      dem Zwillingsparadoxon, wie es in der modernen
      Physik zugeht, welche elementaren Teilchen es gibt, 
      was Quantenmechanik ist (in Worten), ein Photon, ein 
      Halbleiter, ... \ und weshalb manche nach noch 
      teureren Beschleunigungsanlagen flehen.
\item erkl\"art, weshalb die Physik die grundlegende 
      Naturwissenschaft ist (die Kultur des auslaufenden
      Jahrhunderts) und inwiefern Verstehen am Schreibtisch
      stattfindet.
\item hat keine Hemmung, ein Physikstudium zu empfehlen 
      \ --- \ nicht etwa, weil sich die Unis freuen w\"urden 
      (das auch), sondern weil es hierzulande und heute an 
      dem zugeh\"origen analytischen Verstand bitter 
      zu mangeln beginnt.
\end{enumerate}
}
\end{document}











